Wir sind Mitglied im Bündnis

Interessengemeinschaft windkraftfreies Wolfersheck

 

Eine kleine Vorgeschichte

 

Offiziell gegründet haben wir die IWW am 19.04.2014, als wir uns entschlossen haben, einen Antrag auf Bürgerbegehren zu stellen. Unsere Absicht war, dass in Hohenöllen ein Bürgerentscheid durchgeführt werden sollte. Die Bürger sollten die Möglichkeit haben, selbst darüber zu entscheiden, ob sie einen Windpark auf dem Wolfersheck haben möchten.

Unseren Antrag haben wir zusammen mit 55 Unterschriften am 24. 04.2014 beim Bürgermeister eingereicht.

Schon bei der Abgabe des Antrages war unserem Bürgermeister wohl schon klar, dass wir hier keinerlei Chancen haben würden. Dies wurde in Formulieren geäußert, wie "das geht nicht", "damit kommt ihr eh nicht durch", "das bringt euch jetzt gar nichts mehr". - So kam es dann auch. Am 21.05.2014 wurde unser Antrag abgelehnt. Nicht genug, dass uns zu Lasten gelegt wurde, dass wir die Frist zum Einspruch nicht eingehalten hätten (die Verträge wurden am 06.11.2012 unterzeichnet, und alle Verhandlungen "nichtöffentlich" in den Sitzungen behandelt, ohne jeglichen Hinweis), es wurde uns auch noch vorgeworfen, dass wir versuchen würden den Flächennutzungsplan und den Raumordnungsplan zu torpedieren! (Die Entwurfsvorlage sowie die Beschlussfassung der Gemeinderatssitzung finden Sie hier)

 

 

Das Gebiet, über das wir reden

 

Das Gebiet, in dem der Windpark errichtet werden soll, nennt sich Wolfersheck und liegt leicht nordöstlich der Gemeinde Hohenöllen. Es handelt sich bei der betroffenen Fläche um Mischwald, der sich fast vollständig in Gemeindeeigentum befindet. Die Größe beträgt ca. 36 ha und ist Teil einer Potentialfläche für Windenergie von ca. 93 ha, von der ein Teil auf der Gemarkung Ginsweiler liegt und sich in Privatbesitz befindet.

In dem betroffenen Waldstück wurden auch in den vergangenen Jahren immer wieder Rotmilane beobachtet. Bei gezielten Suchen wurden auch mehrere Horste gefunden, bei denen auf Grund des Aufbaus der Verdacht nahe lag, dass es sich hier um Milanhorste handeln dürfte.

Aber nicht nur Milane sind in der Wolfersheck zu finden, auch für viele andere Tierarten bietet sich Lebensraum; in Form von Höhlen in Bäumen (z.B. für Singvögel und Fledermäuse) und als Feuchtbiotope, in denen vor allem im Frühjahr Amphibien ihren Laich ausbringen können, und die als Wasserquellen für andere Tiere dienen können.

Laut Informationen unseres Revierförsters finden sich in dem Waldstück auch einige alte Bäume, die inzwischen 140 Jahre auf dem Stamm haben können.

Hier sehen Sie ein paar Aufnahmen aus dem betroffenen Gebiet:


 

Impressionen Wolfersheck



 


 

Die Planungen von Gemeinde, Betreiber und Planungsbüro


 

Im Mai 2013 war noch die Rede von zwei Windkraftanlagen (WEA). Als dann aber im Rahmen der Planungen für den Flächennutzungsplan die Mindestabstände zu bebauten Gebieten von 1000 Metern auf nur 800 Meter geändert wurden, kamen alle Beteiligten schnell überein, dass man doch drei WEA aufstellen könne, und gaben dies auch als "schon immer so geplant" im Januar 2014 bekannt.

Auf der nebenstehenden Abbildung sind die ungefähren Standorte der derzeit offiziell geplanten WEA eingezeichnet. Wie aus den Gegebenheiten ersichtlich, scheint es durchaus möglich, dass die Planungen von drei auf fünf WEA erhöht wird. Die Konstellation der drei WEA ermöglicht es, dass in die Freifläche dazwischen noch zwei weitere WEA auf Gemeindeboden gestellt werden. Man darf gespannt sein, was die Zuständigen noch alles auf Lager haben.